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Der Tenor Andreas Hermann ist seit 2014 Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim, wo er sein Repertoire um einige wichtige Rollen des jugendlichen Faches erweiterte. In der vergangenen Saison debütierte er mit großem Erfolg als Florestan in Beethovens „Fidelio“ und als Pollione in „Norma“ von Bellini.
In der neuen Spielzeit wird er wieder als Pollione und als Florestan zu erleben sein, den er auch in einer Neuproduktion von Yona Kim am Theater Osnabrück interpretieren wird. Daneben sind in Mannheim die Debüts als Pinkerton in „Madama Butterfly“, Paolo in Rachmaninoffs „Francesca da Rimini“ und Herodes in „Salome“ geplant.
Zuvor gestaltete er die Titelpartie von Mozarts „Idomeneo“ und war in Dietrich Hilsdorfs gefeierter Inszenierung von „Alceste“ als König Admète zu erleben. Einen weitereren Höhepunkt stellte die Rolle des Dionysus in H.W. Henzes Oper „The Bassarids“ dar. In Schumanns selten aufgeführter Oper „Genoveva“ verkörperte er die Partie des Golo.
Ferner war er als Tamino, Sänger im „Rosenkavalier“, Cassio in „Otello“, Alfred in „Die Fledermaus“, Camille de Rosillon in „Die lustige Witwe“, mit Arien und Duetten von Léhar und Kálmán in der „Operettengala“ und als Prinz in „Die Liebe zu drei Orangen“ zu hören.

Seine Karriere begann er, noch während des Studiums, an der Oper Frankfurt, u.a. als Jüngling in „Die Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss. Danach führte ihn sein erster Festvertrag nach Bern. Dort sang er bereits Partien wie Tamino („Die Zauberflöte“) oder Walther von der Vogelweide („Tannhäuser“).

Anschließend wurde Andreas Hermann von Stefan Soltesz als lyrischer Tenor an das Aalto-Theater Essen engagiert, wo er sich ein breitgefächertes Repertorie erarbeite: von Ferrando in „Così fan tutte“, Don Ottavio in „Don Giovanni“ über Nemorino in „L'elisir d'amore“, Fenton in Verdis „Falstaff“, Nadir in „Les Pêcheurs de Perles“ bis hin zu Lenskij in „Eugen Onegin“ oder Alfredo in „La Traviata“, ebenso wie Steuermann in „Der fliegende Holländer“, Froh in „Das Rheingold“, Lysander in Brittens „Sommernachtstraum“, der Maler in Bergs „Lulu“, Toni Reischmann in H.W.Henzes „Elegie für junge Liebende“ oder Kalil in der Uraufführung „Die Arabische Nacht“ von Christian Jost.

An der Staatsoper Stuttgart war er über mehrere Spielzeiten hinweg als Kudrjas in „Katja Kabanova“ und Ferrando  in „Così fan tutte“ zu erleben. Gastengagements führten ihn des weiteren nach Göteborg (Fenton), Wiesbaden (Ferrando), Mannheim und Saarbrücken (Tamino), Bern (Don Ottavio), Schwerin (Lyonel in „Martha“, Alfred und Tamino), Köln (Rosillon), sowie als Sänger im „Rosenkavalier“ an die Komische Oper Berlin, als Lenskij an die Staatsoper Hannover und als Alfred kehrte er an die Oper Frankfurt zurück.

Geboren in Rottweil am Neckar studierte Andreas Hermann zunächst Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe. Es folgte ein Gesangsstudium bei Prof. Reginaldo Pinheiro in Karlsruhe und Freiburg sowie bei Paolo de Napoli in Florenz. Seit der vergangenen Spielzeit wird er von Prof. Fenna Kügel-Seifried betreut.

Zu den prägendsten Regisseuren seiner Laufbahn zählen u.a. Stefan Herheim, Hans Neuenfels, Barrie Kosky, Christoph Nel, Dietrich Hilsdorf, Tatjana Gürbaca, Yona Kim und Michael Sturminger. Unter den Dirigenten sind vor allem Paolo Carignani, Sebastian Weigle, Miguel Gómez-Martínez, Marc Piollet, Srboljub Dinic, Manfred Honeck, Dan Ettinger, Stefan Soltesz, Rubén Dubrovsky und Alexander Soddy zu nennen.